Erbschaftssteuer Initiative Schweiz – Abstimmung

Publiziert: 2013-03-26, 10:59 Uhr | → 7 Kommentare
Autor: Eidgenoessische Abstimmungen CH


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Die Abstimmung zur Erbschaftssteuer-Initiative in der Schweiz. Stimmen Sie jetzt ab.

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Erbschaftssteuer Initiative Schweiz – Erbschaftssteuerreform Abstimmung. Neue Erbschaftssteuer Freibetrag: bis 2 Millionen Franken Erbschaften und Vermögen.

Die Schweizer sorgen im Moment mit einer Initiative europaweit für gesellschaftspolitischen Zündstoff. Eine mutige und längst überfällige Initiative des kleinen Staates bringt die Wohlhabenden des Landes kollektiv auf die Barrikaden. Es geht um die Erbschaftsteuer Schweiz.

Die kürzlich durch die Medien bekannt gewordene Volksinitiative will konsequent alle Erben besteuern, die durch die Gunst von Erbschaften über zwei Millionen Franken kommen. Bei Schenkungen liegt die Untergrenze bei über 20000 Schweizer Franken. Die erhitzten Gemüter wollen sich gar nicht mehr beruhigen.

Inhalt:

 

Das will die Initiative Nationale Erbschaftssteuer

Die Initiative hat sehr gute Chancen, die Durchsetzung bzw. Umsetzung eines relevanten Gesetzentwurfes durchaus zeitnah zu realisieren. Weltweit herrscht bei den Menschen Verunsicherung darüber, wie weit und schnell die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergehen darf und soll. Leistungsstarke und –orientierte Mittelschichten brechen weg, die Ober- und Unterschicht wird immer grösser und zu einem sozialen Problem.

 

Pro Erbschaftssteuer

Die Volksinitiative ist kein bunt zusammengewürfelter Haufen Individualisten. Gut strukturiert formulieren sie Ihre Argumente. So wollen die Initiatoren der Initiative Unternehmen und Firmen, die von einem potenziellen Erben mindestens zehn Jahre geführt werden, Ausnahmeregelungen geltend machen. Hilfsorganisationen und Ehegatten sind ebenfalls von der Steuer ausgenommen. Wer sich hier die Mühe macht und das Kleingedruckte liest, wird feststellen, so unrecht ist das Ganze nicht. Unmittelbare Nachfahren haben dagegen das Nachsehen und sind Zielgruppe der Initiative.

 

Steuerparadies Schweiz abschaffen

Die Schweiz ist dafür bekannt, ein Steuerparadies zu sein. Dieses Image ist nicht unbedingt positiv geprägt und wird auch von den Schweizern zunehmend als Bürde gesehen. Mit einer gerechten Verteilung des überproportional stark anwachsenden Vermögens in der Schweiz will man auch ein Zeichen setzen und nicht mehr das Land der Steuerflüchtlinge sein, in dem finanziell Milch und Honig fliessen.

Bürokratischer formuliert wird darunter die unnatürlich anwachsende Vermögenskonzentration auf einige Wenige gestoppt und dem Treiben mittels nationaler Erbschafssteuer Einhalt geboten.

 

Contra Erbschaftssteuer

Viele der wohlhabenden Schweizer fühlen sich mit dieser Initiative ungerechtfertigt in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt. Tatsache ist, dass reiche Einwohner in der Schweiz bereits stark besteuert werden und eine zusätzliche Steuerbelastung für unzumutbar und schlicht ungerecht halten. Eine nationale Erbschafssteuer würde lt. vieler einflussreicher Schweizer, das Land noch mehr in das europäische Aus katapultieren.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Vor allem mittelständische Unternehmen sind stark verunsichert. Bis dato ist auch noch nicht geklärt, inwieweit bestehende Rückwirkungsklauseln juristisch eingeklagt werden können. Ein bereits aktuelles Problem, das vielen Kopfzerbrechen bereitet.

Erbschaftssteuer Initiative - Abstimmung Schweiz

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Zuletzt aktualisiert am: 2014-10-11 um 01:00 Uhr
Autor: Eidgenoessische Abstimmungen CH

→ 7 Kommentare

7 Gedanken zu „Erbschaftssteuer Initiative Schweiz – Abstimmung

  1. Arnold Berger

    Die Schweizer schätzen die Autonomie der Kantone und werden sich bei der Stimmabgabe dementsprechend verhalten. Bravo all den Nein-Stimmenden.

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  2. Leuenberger Matthias

    Mehr als zwei Millionen vererben nur gerade 2% der Bevölkerung, ihr Vermögen ist in den letzten Jahren überproportional gewachsen und hat zu einem weiteren ungesunden Auseinderdriften der Gesellschaft beigetragen. Nicht nur in der Schweiz, aber hier hätten wir nun eine Möglichkeit selbst zu bestimmen und gesündere Verhältnisse zu schaffen. Mir scheint, dass die abstimmende Minderheit der schweizer Bevölkerung immer wieder gegen ihre Eigenen Interessen stimmt. Schielen wir Abstimmende jeweils gegen Oben und geben uns der Illusion hin, auch mal zu den obersten 2% zu gehören? Meines Erachtens ist diese Initiative eine der wichtigsten der letzten Jahre.

    Noch ein Detail: Viele finden Leistung soll sich lohnen dürfen und nicht dem Neid der anderen ausgesetzt werden. Aber die Zeit der Tellerwäscherkarrieren ist vorbei, der Grossteil vorallem der Grossvermögenden bekam ihr Vermögen geschenkt, resp. vererbt. Vergleicht dazu zum Beispiel die Liste der Zeitschrift "Bilanz".

    Abgesehen davon denke ich, dass man Vermögen über zwei Millionen nicht alleine verdienen kann, sondern nur im Verbund mit vorteilhaften Rahmenbedingungen (viele davon vom Staat bereitgestellt) und vielen Mitarbeitern, die wohl nicht sofviel vom gemeinsam erwirtschafteten Mehrwert erhalten haben.

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  3. Felice

    Wie wär's, wenn das vom Erblasser von seinen Vorfahren geerbte Vermögen besteuert wird, nicht aber das vom Erblasser hinzuverdiente Vermögen? Damit würde das vom Erblasser oft mit viel Arbeit und Risiken erworbene und bereits mehrfach besteuerte Vermögen nicht nochmal besteuert. Hingegen könnte das von den Vorfahren geerbte Vermögen – wofür er ja selber nichts getan hat – durchaus besteuert werden. Das scheint mir gerechter zu sein.

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  4. FreierBürger

    Das Geld wurde schon besteuert. Es soll in der Familie bleiben. Wer findet, dass das Geld zum Staat gehen soll, der soll dazu stehen, dass er den Familienbegriff auflöst. – Dann soll bitte der Staat auch für absolut alle Kosten für Kinder aufkommen, und für das, was Eheleute bisher solidarisch füreinander leisten.

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  5. Martin Lerch

    Leistung muss sich lohnen – bitte keine Geldaristokratie!

    In der Schweiz hatten im Jahr 2005 gemäss Bundesamt für Statistik (www.bfs.admin.ch) 1,48% der Bevölkerung 45,14% des Vermögens. Das ist okay für mich, da ich annehme, dass diese rund 70 tausend Reichen auch etwas geleistet haben für ihre 500 Milliarden CHF. Was ich nicht gerecht finde ist, dass deren sowieso schon finanziell priviligierte Nachkommen ohne Leistung all dieses Geld erben sollen.

    Dem Erblasser wird es nicht weh tun nach dem Tod einen Teil des Vermögens an die Gesellschaft zurückzugeben. Schliesslich ist es hier, da er gute Umstände und ein schönes Land mit hoher Lebensqualität vorgefunden hat.

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  6. Robert Sauber

    Wieso soll es sich hierbei um eine ungerechtfertigte Steuer handeln? Die Erbschaftssteuer gilt nur bei Erbschaften von über 2'000'000 Schweizer Franken! Das sind alles Vermögen, für das von den Erben nichts, aber auch rein gar nichts geleistet wurde. Insofern ist die Erbschaftssteuer sehr wohl gerechtfertigt.

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  7. Uschi Schmutz

    Neuer und zusätzlicher Steuerversuch: Nationale Erbschaftssteuer

    Betrachtet der Schweizerbürger, Mann und Frau, die genauen Absichten der Initianten, wird jedem sofort klar, dass es sich um den Versuch der Einführung einer ungerechtfertigten neuen Steuer unter einem irreleitenden Titel handelt. Speziell enttäuschend ist dabei auch, dass die Evangelische Volkspartei EVP sich als christlich zeigen will, mit der alleinigen Absicht sich daraus Popularität und Gewinn zu machen. Als EVP- Sympathisant bekämpfe ich ab sofort jegliche Stimmen für diese NEIDERPARTEI. Leide,. schade!

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