Abtreibungsfinanzierung Privatsache? Abtreibungsinitiative

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Die Abtreibungsinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» kommt im Rahmen einer Eidgenössischen Abstimmung am 09.02.2014 in der Schweiz vors Volk.

Dieser Initiativtext sieht ausdrücklich vor, dass wer in der Schweiz abtreibt, in Zukunft die Kosten für die Abtreibung selber tragen muss.

Für die Volksinitiative stark machen sich vor allem religiös-konservative Kreise und rechte Politiker. Primär stimmen Politikerinnen und Politiker der EVP, EDU und SVP, aber auch aus der CVP und FDP mit einem JA zur Abtreibungsinitiative.

NEWS: SVP-Frauen sagen NEIN zur Abtreibungsinitiative.

Inhalt:


Abtreibungsinitiative Schweiz – Finanzierung der Kosten

Die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» fordert, dass die Finanzierung von Abtreibungen künftig von der Patientin selber übernommen werden muss. Abtreibungen sollen der Initiative zufolge nicht mehr in der obligatorischen Krankenversicherung enthalten sein.

Unterstützt wird die Abtreibungsinitiative von der Evangelischen Volkspartei (EVP), der Eidgenössischen Demokratischen Union (EDU), der Schweizerischen Volkspartei (SVP) sowie von Repräsentanten der Christlich-demokratischen Volkspartei (CVP) und der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP).


PRO CONTRA Abtreibungsinitiative und – finanzierung

Die Befürworter argumentieren, dass sie mittels Abtreibungsinitiative dem Missbrauch von Krankenkassen-Prämiengeldern einen Riegel vorschieben möchte. So sagt denn auch Nationalrat Peter Föhn (SVP), dass die „[…] Schwangerschaft, und somit ein ungeborenes Kind, ist nicht etwas, das wie eine Krankheit beseitigt werden muss.“

Nebst dem Kampf gegen den Prämiengelder-Missbrauch gilt der Fokus der Befürworter dieser arg konservativen Volksinitiative hauptsächlich der moralischen Frage. So lautet das argumentative Strickmuster der Abtreibungsgegner: Wer Abtreibungen mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, soll sich nicht an der Finanzierung der Abtreibungen beteiligen müssen. Peter Föhn ergänzt, dass die Solidarität genau bei dieser Gewissensfrage an ihre Grenzen stosse.

Ausnahmen bei der Finanzierung und Deckung von Abtreibungen sollen einzig für einige wenige nicht näher definierte Voraussetzungen gelten – ist dies der Fall, soll weiterhin die Krankenversicherung die Abtreibungskosten decken.


Anti-Abtreibungsinitiative

Anti-Abtreibungsinitiative ist auf der höchsten Regierungsebene der Schweiz auszumachen. Anders als die Initianten der Abtreibungsinitiative sieht der Bundesrat die Sachlage rund um die Abtreibungen und deren Kosten.

Der Gesamtbundesrat lehnt die Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» ab. Das letzte Wort hat das Schweizer Stimmvolk. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stimmen am 9. Februar 2014 über die Abtreibungsinitiative an der Urne ab.

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2 Gedanken zu „Abtreibungsfinanzierung Privatsache? Abtreibungsinitiative

  1. Daria

    Ich finde es völlig überflüssig, da die Abtreibungsrate sowieso sehr niedrig ist, hat es kaum finanzielle Auswirkungen auf die Krankenkassenprämien. Frauen, die wirklich abtreiben müssen, haben es schon schwer genug und meist sind sie schon am Limit. Was ist den mit Sozialfällen und Jugendlichen ohne Ausbildung, die sowieso schon alleine im Leben stehen? Definitiv NEIN zur Intiative ''Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache''!

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  2. Hansruedi

    Die Prämieneinsparung bei Annahme dieser Initiative ist vernachlässigbar und definitiv ein vollkommen schwachsinniges Argument. Ich werde jedoch Ja stimmen, weil ich mein medizinisches Gutachten für die Wehrpflicht-"Untauglichkeit" (vor 20 Jahren so teuer wie heute eine Abtreibung) damals auch selbst bezahlen musste da nicht von der Grundversicherung übernommen. Da ich als Schweizer Mann geboren wurde hatte ich jedoch nie die Wahl, ob ich mich auf das Risiko, wehrpflichtig zu werden einlassen will oder nicht. Auf die Frauen übertragen liegt die Entscheidung, sich auf das Risiko, ein Kind zu bekommen einzulassen oder nicht bei der Frau. Und falls wider Erwarten doch nicht sieht die Initiative die Übernahme der Abtreibungskosten durch die Grundversicherung vor. Das ist nach wie vor mehr als Männern bezüglich der medizinischen Wehrpflicht-Gutachten zusteht. Emanzipierung ist nun mal ein Gleichgewicht, funktioniert also in beide Richtungen…

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