Alpen-Initiative gegen zweiten Gotthard-Tunnel

Publiziert: 2013-04-18, 17:18 Uhr | → Kommentar schreiben!
Autor: Eidgenoessische Abstimmungen CH


Die Initianten der Alpen-Initiative gegen den Bau einer zweiten Gotthard-Röhre haben insgesamt 68000 Unterschriften gesammelt und offiziell eingereicht.

Obschon das Eidgenössische Parlament bislang noch keine Stellung bezogen hat zum Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels. Die Gegner des Gotthard-Tunnelbaus legen sich vorsorglich schon mächtig ins Zeug und hinterlegen beim Bund die Alpen-Initiative mit über 68000 Unterschriften.

 

Alpen-Initiative: Die Gegner der zweiten Gotthard-Röhre

Das Nein-Lager zum zweiten Gotthard-Tunnelbau ist eine Vereinigung und Zusammenschluss von rund 30 Organisationen. Sie wehren sich gegen den eventuellen Bau einer zweiten Gotthard-Röhre und sammelten rund 68000 Unterschriften für die Alpen-Initiative.

Das Lager der Gotthardtunnel-Gegner gibt sich überzeugt und selbstbewusst. Der Präsident der Alpen-Initiative namens Fabio Pedrina sagt denn auch sinngemäss, dass die Alpeninitianten mehr als referendumsfähig seien. Er betont bei der Übergabe der Unterschriftenbögen die Bereitschaft und Schlagkraft der Alpen-Initianten und ruft zum Schutz der Alpen auf.

Die Gegner des Tunnels appellieren an den Bundesrat und das Parlament, keine zweite Röhre zu bauen und dabei die älteren Studien zur Gotthard-Tunnel-Sanierung zu berücksichtigen.

Im Falle dass sowohl Bundesrat als auch die beiden parlamentarischen Kammern, Nationalrat und Ständerat, dem Bau eines zweiten Gotthard-Strassentunnels zustimmen, möchten die Petitionäre der Alpen-Initiative das Referendum ergreifen. Die Initianten sprechen von einer breiten und grossen Koalition im Nein-Lager.

 

Kritik am 2. Gotthard-Tunnel

Harsche Kritik am geplanten Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels.

Hauptkritikpunkt der Baugegner ist die Tatsache, dass ein einfacher Bahnverlad und Schienentransport für Autos und Lastwagen insgesamt 3 Milliarden Schweizer Franken weniger kosten würde als der Bau einer zweiten Gotthard-Röhre. Auch torpediert und missachtet ein zweiter Tunnelbau den Wunsch der Schweizer Stimmbevölkerung, den Gütertransitverkehr auf die Schienen zu verlegen.

Ebenfalls ein Dorn im Auge ist der Alpen-Initiative der drohende Mehrverkehr. Durch den Bau einer weiteren Gotthardröhre würde der Verkehr auf der Nord-Süd-Achse spürbar ansteigen. Dies obschon bereits jetzt auf der Nord-Süd-Achse die Feinstaubbelastung und der entsprechende Grenzwert regelmässig überschritten werden.

Zweifelhaft sei auch die Äusserung des Bundesrates, das bei beiden Gotthard-Tunnelröhren beide je nur einspurig befahren werden. Deshalb haben die Alpenschutz-Organisationen die Alpen-Initiative gegen den Bau des neuen Gotthard-Tunnels lanciert.

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