Economiesuisse mit Regisseur Michael Steiner gegen Abzocker-Initiative

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Dem millionenschweren Schweizer Wirtschaftsdachverband ist es gelungen, den bekannten Regisseur Michael Steiner vor seinen Karren zu spannen. Mit einem entsprechenden Filmchen versucht die Economiesuisse Stimmung gegen die Abocker-Initiative zu schüren.

Michael Steiner sollte in der Schweiz ein Begriff sein, stand er doch rund um seine vom Bund mit Millionen von Franken subventionierten Filme wie Sennentuntschi im medialen Scheinwerferlicht. Nun reiht sich Steiner als Werkzeug der Economiesuisse in das Lager der Gegner der Abzocker-Initiative ein und produziert einen Film mit 300000 Franken Produktionskosten. Dieser scheint jedoch selbst im Lager des Wirtschafts-Dachverbandes höchst umstritten, weshalb sich die Veröffentlichung dieses Filmes weiter verzögert.

UPDATE: Die WOZ veröffentlichte das Storyboard der unveröffentlichten Economiesuisse Film von Regisseur Michael Steiner. Das Grounding 2026 Drehbuch als Film:

Economiesuisse-Film mit Michael Steiner als Regisseur für Abzockerei

Bald schon steht die Entscheidung zur Abstimmung der eidgenössischen Abzocker-Initiative an. Das Nein-Lager hat sich prominent verstärkt und konnte den Schweizer Film-Regisseur Michael Steiner mit grosszügigem Economiesuisse-Geld für seine Zwecke einspannen. Steiner produziert, finanziert von der Economiesuisse, einen überzeichneten, gar dramatischen Werbefilm gegen die Abzocker-Initiative von Thomas Minder.

Die Economiesuisse versucht mit allen Mitteln, ein Ja bei der Abstimmung vom 3.3.2013 zu verhindern. Mit mindestens 8 Millionen Schweizer Franken in der Kampagnenkasse, mit Sicherheit sogar mehr, lässt sich ohne weiteres auch der Film-Regisseur von Sennentuntschi für die Zwecke der gut bezahlten Verwaltungsräte und goldenen Fallschirme vor den Karren spannen.

Das wirft doch sogleich ein düsteres Licht auf die von Michael Steiner mit Millionen subventionierten Filme, bezahlt vom Schweizer Steuerzahler. Steiner ist sich nicht zu schade, den wirtschaftsmächtigen Abstimmungsgegnern unter die Arme zu greifen, gegen eine fürstliche Bezahlung versteht sich. Steiner wiederum betonte gegenüber TeleZüri, dass man ihn nicht einfach für Werbefilme engagieren und buchen könne, wenn er nicht persönlich hinter der Sache stehe. Damit ist klar, Michael Steiner unterstützt ein Nein bei der Abstimmung am 3. März 2013 zur Abzocker-Initiative.

 

Drehbuch des Films «Grounding 2026»

Der von Steiner für die Economiesuisse produzierte Werbefilm trägt den Titel "Grounding 2026". Im Film läuft eine Gruppe von 90 Personen über eine Brücke bzw. paddelt in kleinen Booten aus der Schweiz ins Ausland. Diese 90 engagierten Statisten "flüchten" im Film aus ihrem Heimatland, weil sie aufgrund des Ja für die Abzocker-Initiative keinen Job mehr in der Schweiz finden. Der Film trägt also ein fiktives Genre und ist zugleich im Bereich Märchen anzusiedeln. So sagt denn auch Steiner selbst, dass die Darstellung bewusst ironisch und übertrieben sei. Also Meinungsmache pur, von Sachlichkeit fehlt jede Spur.

In rund 13 Jahren sollen demnach die Folgen eines Ja bei der Abstimmung die Schweiz besonders hart treffen. Gedreht wurde der Film aus Kostengründen in Budapest. Wieviel denn nun die Economiesuisse dem Michael Steiner an Geld überweist bzw. dessen Engagement gegen die Abzocker-Initiative vergoldet, ist nicht konkret bekannt. Die Produktionskosten des Economiesuisse Film belaufen sich aber auf über 300000 Schweizer Franken.


Video-Persiflage Economie Suisse Grounding 2026.

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Ein Gedanke zu „Economiesuisse mit Regisseur Michael Steiner gegen Abzocker-Initiative

  1. Beresina Glarner

    Wenn der Abzockerfilm von Michael Steiner diese Fluchtszenarien aufzeigt, wird Economiesuiese noch unglaubwürdiger. Man kann dann diesen Film gleichzeitig für sämtliche drei Abstimmungsvorlagen anwenden. Wir brauchen kein neues Raumplanungsgesetz, weniger Kinderkrippen und man stelle sich vor, dass Brady Dougan, Axel Weber, Daniel Vassela und alle anderen Bekannten sich in ein Flüchtlingslager nach Deutschland begeben. Auch für die Deutschen bräuchte es kein Steuerabkommen mehr mit der Schweiz. Wir hätten gleichzeitig die zukünftigen Energieprobleme gelöst und müssten auch den ÖV nicht mehr ausbauen. Die Raubritter hätten ihren eigenen Rückzug gemacht. Das gäbe ganz neue Perspektiven wie damals als Suvorov und Napoleon die Kreuzzüge hinter sich liessen. Die Angstmacherei mit den Pensionskassenkosten von Economiesuisse welche auf die KMU zurückkommen ist ein weiteres unfaires Argument. Denken wir allein, was die Swiss Life mit der Banca del Gottardo und mit AWD in den Sand gesetzt hat. Für wie naiv halten uns eigentlich diese Sandkastenstrategen von Economiesuisse? Nach dem 3. März sollte man besser die jetzige personelle Belegung dieses Wirtschaftsverbandes gründlich überdenken. Diese Leute schaden der Wirtschaft mehr und wir verlieren Glaubwürdigkeit wie es mit der Finanzbranche abgelaufen ist. Hoffentlich haben diese Leute genügend Boote bestellt?

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