BAUERNLOBBY SCHWEIZ

Ernährungssicherheit-Initiative der Bauern erfolgreich!

Publiziert: 2016-03-10, 01:19 Uhr | → Kommentar schreiben!
Autor: Politik - Redaktion


Alles zur Ernährungssicherheit-Initiative der Bauern in der Schweiz: Abstimmung im Nationalrat angenommen! Erfolg für die Schweizer Bauernlobby.

Die eidgenössische Volksinitiative 'Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft alle' ist seit über zwei Jahren aktiv und wurde mittlerweile im Parlament behandelt. Der Nationalrat hat die Initiative für Ernährungssicherheit knapp angenommen.

Ernährungssouveränität für die Schweiz

Es ist eine allgemein gehaltene und formulierte Initiative, die vornehmlich Aufmerksamkeit und Interesse auf ein zentrales Thema lenken will: Die Ernährungssouveränität der Schweiz für die nachfolgenden Generationen.

Bei der Nationalratsdebatte verkündeten denn auch mehrere Nationalräte, dass nach wie vor nicht ganz klar sei, was die Bauern-Initiative eigentlich wolle.

Eigenversorgung

Im Einklang mit der Forderung nach einer Fokussierung und Förderung von regionalen Produkten und dem Ausbau der Ernährungs- und Landwirtschaft über lokale, regionale, nationale wie internationale Massnahmen, wird versucht ein Bewusstsein der Zivilgesellschaft dafür zu wecken, dass die Schweiz verstärkt auf Eigenversorgung setzen muss.

Das ist auch der Grund, warum die Initiative in ihren fünf zentralen Forderungen einen sehr weiten und umfassenden Rahmen setzt. Es ist ein neues Thema auf der politischen Agenda, das seit zwei Jahren versucht, sich in den Köpfen der Schweizer Bürger zu etablieren.

Schlagkräftige Bauern-Lobby

Und sie gilt als eine der erfolgreichsten Volksinitiativen der Schweiz hinsichtlich der Sammlung von Unterschriften. Denn in gerademal 3 Monaten hatten die Bauern bereits die notwendige Zahl an Unterschriften beisammen. Die Initiative für Ernährungssicherheit zeigt auch den ungeheuren Einfluss der Bauern in der Schweiz auf, deren Fähigkeit zur Mobilisierung und ihre organisierte Schlagkraft der Bauernlobby bis tief ins Parlament hinein. Bei den Schalthebeln der Politik.

Das will die Initiative

Aufgrund dieser Bewusstseinskampagne sind die fünf zentralen Forderungen sehr weitläufig und umfassen lokale wie internationale Regelung. Sie sind richtungsgebend und in ihren praktischen Umsetzungen noch zu verfeinern. Die Initiative richtet sich an Regierung und Bund.

Ressourcen schützen

Die Ernährungssicherheit-Initiative beginnt mit der Forderung nach einer Ressourcen schützenden Landwirtschaft: Genfrei, vielfältig und bäuerlich.

Eine solche Landwirtschaft ist zukunftsorientierend zu gestalten und zu führen, so dass sie auch zukünftige Generationen ernähren kann. Dabei greift die Initiative Aspekte wie faire Lohnpolitik für Angestellte und Arbeiter in der Landwirtschaft auf.

Transparenz

Damit einhergehend wird Transparenz auf dem Markt gefordert und zwar vornehmlich hinsichtlich der Herkunft und Produktionsweise der Produkte. Es wird verstärkt nach regionalen Produkten verlangt.

Der Stichpunkt 'kürzere Kreisläufe' ist hier besonders wichtig. Die Produktionsabläufe, bzw. -wege sind wesentlich kürzer zu gestalten. Regionale Produkte für einen regionalen Markt. Auch das ist einer der Aspekte der Volksinitiative.

Zoll und Subventionen

An den regionalen Fokus anknüpfend, schliesst sich die Forderung nach regulierenden Zöllen sowie die Forderung nach dem Verzicht auf Exportsubventionen an. Damit ist der Kreis geschlossen, der zu einer verbesserten Ernährungssouveränität für Schweiz führen soll, die den Erwartungen der Zivilbevölkerung entspricht.

Pro & Contra

Es ist schwer Pro und Contra Argumente der Initiative aufzuzeigen. Der Grundgedanke ist positiv und im Zeichen knapper werdender Nahrungsressourcen unbedingt öffentlich auf der politischen Agenda zu diskutieren.

Die Forderungen selbst sind allerdings sehr vage und weniger detailliert. Doch das ist Absicht der Initiative. Noch zu jung ist die Thematik als solche, als das sie bereits in konkreten Gesetzen münden könnte. Es bedarf einer Umstrukturierung und eines Umdenkens in zahlreichen Bereichen. Wo und Was, darauf verweist die Initiative. Beim Wie bleibt sie sehr leise.

Abstimmung

Die grosse Parlamentskammer (Nationalrat) hat bei der Abstimmung mit JA gestimmt. Jedoch war das Resultat denkbar knapp. 91 JA-Stimmen stehen 83 NEIN-Stimmen gegenüber bei 19 Enthaltungen.

Damit stellen sich die Nationalräte letzten Endes gegen die Empfehlung ihrer Kommission und die des Bundesrates, der dem Nationalrat ein Nein nahelegte.

Die Enthaltungen bei der Abstimmung gehen vor allem auf das Konto der Grünen.

Sag uns Deine Meinung unten in den Kommentaren!
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
Ernährungssicherheit-Initiative der Bauern erfolgreich!, 5.0 out of 5 based on 1 rating
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.