Gastrosuisse-Initiative Mehrwertsteuer Restaurants

Publiziert: 2013-12-12, 03:45 Uhr | → 3 Kommentare
Autor: Eidgenoessische Abstimmungen CH


Der Nationalrat (grosse Kammer) lehnt wie schon der Bundesrat die Gastrosuisse-Initiative – Mehrwertsteuer-Gleichsetzung im Gastgewerbe – ab.

Die Restaurants in der Schweiz sollen weiterhin mehr Mehrwertsteuern bezahlen als dies Take-Aways und Imbiss-Buden für Speisen tun. Die Begründung zum NEIN der Initiative: Restaurants und Take-Away könne man nicht gleichsetzen.

Dies genau fordert aber der Restaurantverband Gastrosuisse in seiner Initiative.

Inhalt:


Gastrosuisse-Initiative: Schluss mit MWST-Diskriminierung

Je nachdem, ob man das Essen in einem Restaurant oder in einem Take-Away Laden konsumiert, gelten in der Schweiz unterschiedlich hohe Steuersätze für die Mehrwertsteuer.

Diese Mehrwertsteuer-Regel soll beibehalten werden, wenn es nach dem Nationalrat und Bundesrat geht. Die grosse Parlamentskammer stimmte bei der Gastrosuisse-Initiative wie folgt: 94 Nationalräte stimmen mit NEIN, 78 mit JA. Insgesamt 16 Parlamentarier enthielten sich ihrer Nationalrats-Stimme.

Der Schweizerische Nationalrat lehnt die Initiative der Gastrosuisse demzufolge ab – ohne Gegenvorschlag.


Bundesrat gegen Mehrwertsteuer-Senkung

Der Bundesrat begründet seine Ablehnung zur Gastrosuisse-Initiative "Schluss mit der MWST-Diskriminierung des Gastgewerbes" mit den finanziellen Folgen einer Umsetzung. Die Bundesräte gehen davon aus, dass bei einer Annahme der Volksinitiative diese nur mit einer Mehrwertsteuersatz-Senkung für Restaurants in die Tat umgesetzt werden könnte. Und nicht mit einer Anhebung der MWST-Steuersätze für Take-Away-Speisen.

Die Senkung des Mehrwert-Steuersatzes für Restaurants führt allerdings zu massiven Steuerausfällen. Der Steuerausfall wird vom Bund auf bis zu 750 Millionen Schweizer Franken beziffert. Daraus schlussfolgernd steht der Bundesrat dem Gastrosuisse-Anliegen ablehnend gegenüber.

Der Nationalrat folgt der Empfehlung des Bundesrat. Nun geht die Gastrosuisse-Initiative an den Ständerat (kleine Kammer).


Der Mehrwertsteuer Steuersatz – Schweiz

Aktueller Mehrwertsteuersatz für Restaurants:

  • In der Schweiz gilt momentan ein aktueller Mehrwertsteuer Normalsatz in der Höhe von 8% für alle Restaurant Betriebe.

  • Ein anderer Mehrwertsteuer Steuersatz gilt indes bei Take-Away Speisen. Hier liegt die Mehrwertsteuer bei 2,5%.

Der Schweizer Restaurantverband Gastrosuisse möchte die beiden MWST-Steuersätze von Restaurant und Take-Away mit seiner Volksinitiative gleichsetzen.

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3 Gedanken zu „Gastrosuisse-Initiative Mehrwertsteuer Restaurants

  1. Diana Graf

    wiedermal eine unötige diskussion um andere leute und ihr lebensunterhalt fertig zu machen !!

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  2. Andreas

    Take away ist doch in vielen Faellen identisch mit „fast food“. Man muss nicht Lebensmittel-wissenschafter sein um zu wissen, dass Fastfood oft eher ungesund ist. Es ist daher eine erstaunliche Praxis, ungesunde Lebensweise noch steuerlich zu beguenstigen. Bei Zigaretten und Alkohol werden die anfallenden Grsundheitskosten oft als Hauptargument fuer zusaetzliche Abgaben benutzt. Daher waere eine (mehrwert-) steuerliche Gleichstellung von Take-away (Fastfood) und herkoemmlicher Gastronomie eigentlich angemessen, nicht aber eine Benachteiligung der an sich gesuenderen Option. Angesichts der wirtschaftlichen Situation vieler Restaurants in der Schweiz waete daher eine Senkung der Mehrwertsteuer auf 2,5% fuer alle Gastronomiebetriebe der richtige Weg.

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    1. _Tom_

      Besseres Essen im Restaurant?

      Also mal ehrlich viele Restaurants verkaufen Fast Food (Burger/Pizzas etc) oder Essen mit viel zu viel Salz. Oftmals wartet man am Mittag im Restaurant viel länger auf sein Essan als bei einem Take-Away, wesshalb man dann das Essen in Rekordzeit herunterschlingen muss und das gilt auch nicht als besonders gesund. Ausserdem sind auch Salate und Bircher-Müesli beliebte Take-Away Mahlzeiten. Die Argumentation, dass das Essen beim Take-Away ungesünder ist, ist also unhaltbar.

      Ihre Argumentation dass ungesundes Essen nicht begünstigt werden sollte würde wohl eher einen Steuersatz von 8% für Take-Away bedeuten als eine Reduktion für Restaurants. Speziell, da es keine Garantie gibt, dass Restaurant Essen von besserer Qualität oder besser für die Gesundheit ist. Somit hätte eine Reduktion der MwSt für Restaurants zur Folge, dass noch mehr ungesundes Essen steuerlich begünstigt wird.

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