Lohngleichheit Mann Frau – Lohndumping Schweiz

Publiziert: 2014-05-19, 16:28 Uhr | → Kommentar schreiben!
Autor: Eidgenoessische Abstimmungen CH


Lohngleichheit zwischen Mann und Frau?

Die Bundesverfassung der Schweiz sieht ausdrücklich eine Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern vor. Eine Lohnungleichheit ist der Verfassung zufolge verfassungswidrig.

Wie entscheiden Sie bei der Abstimmung zur Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern - gleiche Löhne zwischen Männern und Frauen? *

   
 

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Lohngleichheit Mann Frau in der Schweiz: Nach dem NEIN zur Mindestlohn Abstimmung stehen Niedriglöhne, Lohndumping und die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau im Visier der Gewerkschaften.

Das wuchtige NEIN zur Mindestlohn Abstimmung kam für alle Lager überraschend. Vor allem aber der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) als Mindestlohn-Initiant hat an diesem Abstimmungsresultat zu nagen.

Doch der Kampf geht weiter. Nach dem Mindestlohn stehen in erster Linie die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau sowie Niedriglöhne (siehe: Mehr Lohndumping in der Schweiz) auf dem Programm.

Inhalt:


4000 Franken Lohn haben auch in Zukunft keine Chance

Keine Chance für den gesetzlichen Mindestlohn in der Schweiz. Die Bevölkerung lehnt 4000 Franken pro Monat resp. 22 Franken pro Stunde mit 76,3% deutlich ab.

Ständerat und SGB-Präsident Paul Rechtsteiner (SP) bezeichnet die CHF 4000.- Mindestlohn als eine zu kühne Forderung – nach eingehender Analyse der Abstimmung.

"Gemessen an normalen helvetischen Verhältnissen" seien die 4000 Franken Mindesteinkommen möglicherweise zu hoch angesetzt. Ständerat Rechtsteiner räumt in seiner Rückbetrachtung einige Fehler seitens der Initianten ein.

Unter anderem wäre es klüger gewesen, die wichtigsten Mindestlohn-Ausnahmen im Initiative-Text zu konkretisieren und nieder zu schreiben – und nicht offen zu lassen. Auch regionale Mindestlohn-Abstufungen haben im Text der Initiative gefehlt, was im Nachhinein ein grosser und entscheidender Fehler war.


Seit der Initiative sind Mindestlöhne in der Schweiz gross im Trend

Trotz der herben Niederlage gibt sich die SGB kämpferisch. Schliesslich gibt es in der Schweiz nach wie vor viel zu tun. Da wären einerseits die in der Bundesverfassung verankerten Lohngleichheit zwischen Männer und Frauen. Oder das grassierende Problem des Lohndumpings und Niedriglöhne in der Schweiz.

Obschon die Mindestlohn-Abstimmung haushoch verloren ging, ist das Resultat der Initiative kein Misserfolg. Zahlreiche Firmen in der Schweiz haben auf eigene Faust gesetzliche Mindestlöhne eingeführt. Besonders die Arbeitnehmer im schlecht bezahlten Detailhandel haben von neuen Mindestlöhnen profitiert. Mehr zum Thema: Detailhandel Schweiz – Entwicklung und Umsatz.

Als international prominentestes Beispiel zählt das Modehaus H&M. Vollkommen unabhängig vom Ausgang der Mindestlohn-Abstimmung führt H&M in der Schweiz einen Minimallohn von 4000 Franken pro Monat ein. Mehr zum Thema: H&M CHF 4000.- Mindestlohn in der Schweiz.


Lohngleichheit zwischen Mann und Frau in der Schweiz

Es gilt die Probleme im Land zu lösen. Eines davon ist die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern in der Schweiz. So verdienen die Frauen nachweislich weniger für denselben Job mit derselben Arbeitsleistung als ein Mann in derselben Position. Mehr zum Thema: Frau vs. Mann Lohn – Löhne Schweiz.

Diese Lohn-Diskrepanz zwischen Mann und Frau ist verfassungswidrig. Die Verfassung der Schweiz sieht eine Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern vor.

Lohndumping und Niedriglöhne seien hierzulande ebenfalls ein Problem, so Rechtsteiner. Schweizer Dumpinglöhne stehen als Nächstes auf dem Programm der SGB.

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