Politische Parteien in der Schweiz

Publiziert: 2014-10-12, 02:46 Uhr | → Kommentar schreiben!
Autor: Eidgenoessische Abstimmungen CH


Politische Parteien Schweiz – AL, BDP, CVP, EVP, FDP, GLP, PdA, SD, SP, SVP und weitere Schweizer Parteien.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass sich die politischen Parteien der Schweiz vor allem durch den Föderalismus unterscheiden, der das Land schon seit der Gründung im Jahr 1848 stark geprägt hat. Es gibt eine Vielzahl an grossen Parteien, die nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auf gesamter Bundesebene tätig sind. Bei kleineren Parteien kommt es jedoch häufig vor, dass diese nur in bestimmten Regionen anzutreffen sind.

Inhalt:

 

 

Bundesratsparteien – Die Parteien auf Bundesebene

Auf der nationalen Ebene gibt es aktuell acht Parteien, die eine besondere Position einnehmen und die bei den Wahlen im Jahr 2011 in den Nationalrat eingezogen sind.

Am stärksten vertreten ist hierbei die Schweizerische Volkspartei (SVP), die über ein Viertel der Wähler-Stimmen erhalten hat.

 

 

Die Schweizerische Volkspartei (SVP)

Zwar besitzt diese Partei im Vergleich mit den anderen Parteien nur die drittmeisten Mitglieder, doch sie bildet dennoch seit vielen Jahren die stärkste Partei in der Bundesversammlung.

Die SVP-Ideologie ist national-konservativ und rechtspopulistisch.

Dies betrifft vor allem die Souveränität des Landes. Wobei auch eine hohe Eigenverantwortung des Volkes gefördert wird. In der Bildungs- und Sozialpolitik fordert die SVP Sparmassnahmen und Kürzungen. Bei der Einwanderungspolitik plädiert sie für strenge Kontingente und eine Verschärfung der Asylpolitik (siehe: Asylinitiative und Völkerrecht-Initiative). In der Finanzpolitik steht die SVP für Steuerprivilegien, keine Erbschaftssteuer, keine Finanztransaktionssteuer, für die Bewahrung des Bankgeheimnis, Gold-Initiative und weitere Parolen ein.

Während die SVP in ihren Anfängen oft als eine Art von Bauernpartei angesehen wurde, hat sich die Wählerschaft der Partei seit dem Beginn des Jahrtausends stark gewandelt. Die Partei hat mittlerweile Anhänger in allen politischen Schichten, sogar auffallend oft bei eingebürgerten Ausländern. Der Grund für die hohe Zustimmung liegt wohl vor allem an der Forderung der politischen Souveränität und ihrer restriktiven Ausländerpolitik.

Nicht zu vergessen das gewaltige und millionenschwere Kampagnen-Budget, über das die SVP verfügt – und mit dem sie massiv Einfluss auf die Meinungsbildung nimmt.

Bundesrat: Die SVP stellt einen Bundesrat.

 

 

Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP)

Wie der Name bereits verdeutlicht ist diese Partei eher links orientiert und geht dabei soweit, dass der Kapitalismus weitgehend abgeschafft werden und ein demokratischer Sozialismus in der Schweiz herrschen soll – zumindest im Manifest.

Des Weiteren fordert die Partei im Gegensatz zur SVP eine Öffnung der Schweiz in Richtung des Auslands, wobei sie gleichermassen auch für einen starken Staat einsteht.

Eine Besonderheit der SP ist sicherlich, dass die einzelnen Unterabteilungen der Partei sehr eigenständig agieren und es somit bei den Positionen immer wieder zu Unterschieden auf kommunaler und bundesweiter Ebene kommen kann.

Bundesrat: Die SP stellt zwei Bundesräte.

 

 

FDP.Die Liberalen

Die dritte Kraft im Land stellt diese FDP-Partei dar – die im Grunde genommen erst im Jahr 2009 durch Fusion der Freisinnig-Demokratischen Partei sowie der Liberalen Partei der Schweiz entstanden ist.

Dank dieser Fusion besitzt die Partei nun die meisten Mitglieder aller Parteien und auch im Bereich der Regierungs- und Gemeinderäte nimmt sie eine Spitzenposition ein.

Dabei ist die FDP in ihrer Ideologie breit aufgestellt, um eine möglichst breite Masse an Personen anzusprechen. Dennoch sind liberale Werte wie Freiheit und Gemeinsinn wichtige Elemente der Partei, die sie vor allem durch eine höhere Förderung von Arbeitsplätzen und einem hohen Zusammenhalt auf nationaler Ebene erreichen wollen. Damit soll die Freiheit aller Bürger gefördert und eine damit verbundene Selbstverantwortung erreicht werden.

Bundesrat: Die FDP stellt zwei Bundesräte.

 

 

Christlichdemokratische Volkspartei (CVP)

Im Allgemeinen lassen sich die Ursprünge der CVP-Partei im konservativen Denken finden. Doch heute stellt sich die Partei selbst als eine liberal-soziale Partei dar. Dies soll vor allem durch die Förderung der sozialen Marktwirtschafft erreicht werden, wobei besonders in den Stammregionen der Schweiz – Wallis, Tessin, Zentralschweiz – immer noch ein besonders konservativer Wählerkern vorhanden ist, der der Partei auch viel Erfolg einbringt.

Bundesrat: Die CVP stellt einen Bundesrat.

 

 

Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP)

Dazu gehört die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP), die erst im Jahr 2008 gegründet wurde. Damals hatte sie sich von der SVP abgespalten. Die BDP ist bürgerlicher und liberaler auf wirtschaftlicher Ebene eingestellt.

Bundesrat: Die BDP stellt eine Bundesrätin.

 

Weitere Parteien – mit Plätzen im Nationalrat

Während die bisher genannten Parteien meist den Grossteil der Wählerschaft stellen, sind seit der Wahl im Jahr 2011 wie die BDP auch weitere Parteien auf bundesweiter Ebene zu finden.

Auch die Grüne Partei der Schweiz (GPS), die Grünliberale Partei (GLP) und die Evangelische Volkspartei (EVP) haben aktuell Sitze in der Bundesversammlung.

Dabei stehen die erstgenannten vor allem für ein Ökologisches Denken, während die letztgenannte Partei evangelische Prinzipien vertritt. Die GLP wiederum präsentiert sich als eine Art Mischung zwischen Grüne Partei und SVP.

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