REGULIERTER GRAS-VERKAUF

Stadt Bern: Kiffer-Apotheken mit legalem Cannabis-Verkauf

Publiziert: 2016-03-15, 17:33 Uhr | → Kommentar schreiben!
Autor: Politik - Redaktion


Die Stadt Bern plant Kiffer-Apotheken! Der Verkauf von Gras (Cannabis) für medizinische Zwecke soll neu zulässig sein.

Der Gemeinderat lässt im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie (Pilotprojekt) die Option des legalen Cannabis-Verkaufs prüfen. Rund 1000 Kiffer dürfen an dieser schweizweit einzigartigen Studie teilnehmen.

Kiffer-Apotheken

In der Stadt Bern sollen die Apotheken versuchsweise legal Cannabis verkaufen dürfen.

Also ein regulierter Zugang zu Cannabis für eine beschränkte Zahl von Kiffern – eine ausgewählte Gruppe an Studienteilnehmern.

Die Stadt Bern hat der Universität Bern den Auftrag zur Ausarbeitung eines entsprechenden wissenschaftlichen Forschungsprojekts übergeben.

Legaler Gras-Verkauf in Berner ApothekenDie Schweiz zählt gemäss mehreren Studien rund 200'000 bis 300'000 regelmässige Cannabis-Konsumenten.

In der Stadt Bern sind es offiziellen Schätzungen zufolge etwa 4500 regelmässige Kiffer.

Voraussetzungen

Für die Teilnahme resp. Aufnahme in die Studiengruppe gelten bestimmte Voraussetzungen. Die Grundpfeiler des Cannabis-Projekts sind laut Berner Stadregierung:

  • Die kiffenden Studienteilnehmer (Frauen und Männer) müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Der Wohnsitz der Kifferinen und Kiffer muss in der Stadt Bern sein.
  • Die Teilnehmer müssen bereits Cannabis konsumieren.

Gras-Verkauf über Apotheken

Legaler Gras-Verkauf in BernMit den Apotheken nutzt die Stadt Bern bewusst eine bestehende professionelle Infrastruktur. Der Entscheid, herkömmliche Apotheken für den Gras-Verkauf zu nutzen, wird wie folgt begründet:

Apotheken geniessen "das Vertrauen der Bevölkerung, haben das nötige Fachwissen im Umgang mit Betäubungsmitteln und verfügen über Kontroll- und Sicherheitsdispositive".

Gras-Preis

Zu welchem Preis das legale Gras an die Cannabis-Konsumenten verkauft wird, ist noch offen. Dies gilt es in der Studie auszuarbeiten. Es komme auch darauf an, wo das Gras zu welchen Bedingungen von den Apotheken bezogen werden kann.

Gras-Sorte

Geplant sind Gras-Lieferungen von Schweizer Produzenten, die den Stoff eigens für wissenschaftliche Zwecke anbauen. Möglich ist aber auch ein Bezug von Cannabis aus dem Ausland. Auch dies wird die Studie noch festlegen müssen.

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Start des Cannabis-Verkaufs

Das Cannabis-Forschungsprojekt in Bern soll innerhalb der nächsten drei bis vier Monate ausgearbeitet werden können und startklar sein. So der Direktor des Instituts für Sozial-  und Präventivmedizin der Uni Bern, Matthias Egger.

Die Kosten der Studie respektive das hierfür vorgesehene Budget beläuft sich auf 20'000 Franken.

Grünes Licht vom Bund?

Das Forschungsprojekt für den legalen Gras-Verkauf stösst auch in weiteren Schweizer Städten auf grosses Interesse. So haben auch die urbanen Zentren wie die Stadt Zürich, Basel und Genf ihrerseits Interesse an der Cannabis-Studie signalisiert.

Das Berner Parlament hat den Feldversuch bereits im März 2015 genehmigt. Nun liegt der definitive Entscheid beim Bund.

Das Betäubungsmittelgesetz der Schweiz verbietet eigentlich den Cannabis-Verkauf wie auch den Gras-Konsum. Für das Forschungsprojekt müsste der Bund also eine Ausnahmebewilligung aussprechen. Die Stadt Bern werde in Kooperation mit Zürich, Basel und Genf in der zweiten Jahreshälfte 2016 ein entsprechendes Gesuch beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) einreichen.

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