Zersiedelung und Zubetonierung der Schweiz – Initiative

Publiziert: 2014-12-08, 05:53 Uhr | → Kommentar schreiben!
Autor: Eidgenoessische Abstimmungen CH


Unaufhaltsame Zubetonierung und Zersiedelung der Schweiz? Nein. Eine neue Initiative der Jungen Grünen will die Landschafts-Zersiedelung und Zubetonierung der Schweiz bremsen.

Laut Initianten ist keineswegs das Bevölkerungswachstum Schuld an der Zersiedelung des Landes, so wie es die Initianten der Ecopop-Initiative predigten, sondern die Art und Weise zu leben. Diese Lebensweise sei verantwortlich für die Zubetonierung der Schweiz. Die Menschen in den Schweizer Städten und in der Agglomeration müssten in Zukunft enger zusammenrücken. Stichworte: verdichtetes Bauen und absoluter Einzäunungsstopp.

Inhalt:

 

Gegen eine weitere Zersiedelung der Schweiz

Die Unterschriftensammlung zur Zersiedelungs-Initiative beginnt im Frühling 2015. Das Ziel der Volksinitiative ist es, einer stark voranschreitenden Zersiedelung und Zubetonierung der Schweiz Einhalt zu gebieten. Erreicht werden soll dieses Ziel in erster Linie mit einer 360 Grad neu ausgerichteten Siedlungspolitik und Wohnpolitik.

Die jungen Grünen rechnen vor:
In der Schweiz wird alle 45 Minuten ein neues Einfamilienhaus gebaut.

Zubetonierung und Zersiedelung der Schweiz

Die Zubetonierung der Schweiz müsse gestoppt werden. Allerdings nicht mit einer radikalen Beschänkung der jährlichen Zuwanderungsrate, sondern vielmehr mit einer neuen Grundausrichtung in Sachen Siedlungsbau und gemeinsames Wohnen.

 

Das will die Zersiedelungs-Initiative:

Den Grünen zufolge ist nicht das Bevölkerungswachstum der Schweiz für die Zersiedelung verantwortlich, sondern vielmehr unsere Lebensweise – und der damit verbundenen steigenden Beanspruchung von Raum pro Kopf. Auch der Ressourcenverbrauch sei nicht effizient genug und zu hoch.

Nebst der klaren Kritik an der Schweizer Siedlungs- und Wohnpolitik haben die Jungen Grünen natürlich auch konkrete Lösungen in ihrem Köcher. Diese besagen, wie genau die Schweiz gegen die Zersiedelung und Zubetonierung vorgehen sollte. Die Zersiedelungs-Initiative fordert daher:

  • die Förderung von nachhaltigem, verdichteten Bauen.
  • ein absoluter Einzäunungsstopp ab 2027, d.h. eine Einschränkung von Bauzonen.

Überall dort wo heute grüne Wiesen sind, dürfen keine neuen Häuser gebaut werden (Schutz von Kulturland in der Schweiz).

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.3/5 (6 votes cast)
Zersiedelung und Zubetonierung der Schweiz - Initiative, 4.3 out of 5 based on 6 ratings
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.